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■ Mit Kolumbien auf du und duObst statt Kaffee

Santa Fe de Bogota (IPS) – Kolumbien plant jetzt, als Alternative zur Kaffeeproduktion den Anbau von Tropenfrüchten zu fördern und seine Pflanzenschutzbestimmungen an die anderer Länder anzugleichen. Dadurch hofft die Regierung des Andenstaats, seine Handelsbeziehungen zu den USA, Europa und Japan ausweiten zu können. Derzeit pflanzen 628.000 einheimische Kleinbauern auf insgesamt 160.000 Hektar Land Obst an, hieß es am Dienstag auf einem vom Kolumbianischen Institut für Landwirtschaft und Viehzucht (ICA) veranstalteten Seminar.

Der drastische Abfall der Kaffeepreise nach dem Scheitern des internationalen Quotenabkommens im Juni 1989 hat die kolumbianischen Bauern gezwungen, den Verkauf von Südfrüchten ins Visier zu nehmen. Wichtigste Exportartikel sind Bananen, die einen jährlichen Gewinn von 200 Millionen US-Dollar einbringen, gefolgt von Maracujas, Pitahayas, Mangos, Brombeeren, Baumtomaten und Guanabanas. – „Der Hauptabnehmer tropischer Früchte ist derzeit Deutschland“ berichtete ICA- Mitarbeiter Pablo Clavijo. Die USA und Japan würden bislang die Einfuhr kolumbianischer Tropenfrüchte wegen des Vorkommens zweier Arten von Obstfliegen in dem Andenstaat unterbinden.

Für den Fruchtexport seien schon Kontrollmaßnahmen vereinbart worden. Die USA verlangten eine Vorbehandlung mit heißem Wasser und Japan mit Wasserdampf, sagte der Experte. Bei einer Erhitzung auf 47 Grad Celsius würden die Insekten getötet und könnten sich damit auch auf dem Transport nicht weiter vermehren. Um den Wissensstand über hygienischen Obstanbau weiter voranzutreiben, hat ICA gemeinsam mit Privatunternehmern in der Stadt Espinal eine landwirtschaftliche Forschungsanlage errichtet, für die auch die Weltbank-Tochter IDA Entwicklungshilfe-Geld zur Verfügung gestellt hat.

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