piwik no script img

■ Streik in ItalienNur noch Untertitel

Rom (epd) – Wegen eines anhaltenden Streiks der Synchronsprecher werden in Italien viele Filme nur noch mit Untertiteln gezeigt. Den Anfang machte am Dienstag der Berlusconi-Kanal „Rete quattro“ mit einer US-Soap. Die Untertitelung löste bei dem überwiegend älteren Publikum einen Proteststurm aus. Die für Ende Oktober angesetzte Ausstrahlung des TV-Films „Der Graf von Monte Christo“ mit Gérard Depardieu und Ornella Muti wurde verschoben. Auch der Staatssender RAI verschob Filme: „Wir werden keine Soaps untertiteln, weil es keinen Sinn hat, auf derart populäre Programme elitäre Methoden anzuwenden“, sagte RAI-Mann Stefano Munafo. Auch im Kino können Kassenschläger wie Spielbergs „Save private Ryan“ nicht herausgebracht werden. „Ein Film mit Untertiteln hat 20 Prozent weniger Zuschauer“, erklärte Maurizio Romano vom Verband der Synchronsprecher. Sie fordern u.a. garantierte Sozialleistungen und Honorar für Wiederholungen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen