: Nordkorea lockt KWU
■ Hoffnung auf AKW-Aufträge
Seoul/Bonn (dpa) – Deutsche Firmen sind nach Einschätzung von Bundesaußenminister Klaus Kinkel interessiert, an Leichtwasser-Atomreaktoren für Nordkorea mitzubauen. Kinkel sagte in einem Interview der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap, er könne sich vorstellen, daß deutsche Unternehmen „zum Beispiel im Bereich der Leit- und Sicherheitstechnik“ Interesse hätten.
Die Siemens-Tochter KWU teilte mit, sie würde am Bau eines Atomkraftwerkes in Nordkorea mitwirken, wenn sich die Bundesregierung an der Finanzierung beteilige. Das gesamte Projekt der Umrüstung der beiden nordkoreanischen plutoniumproduzierenden Reaktoren auf Leichtwasser-Technik wird auf rund vier Milliarden Dollar, umgerechnet etwa sechs Milliarden Mark, geschätzt.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen