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Noch mehr Deutsche!

■ Promi-Komitee sammelt Unterschriften für doppelte Staatsbürgerschaft

sammelt Unterschriften für doppelte Staatsbürgerschaft

Über ein Referendum möchte das Hamburger „Komitee doppelte Staatsbürgerschaft“ eine Änderung der verfassungsrechtlichen Bestimmungen zur Einbürgerung durchsetzen. Das Ziel: Allein in Hamburg sollen bis zum Sommer 100 000 Unterschriften zu dieser wichtigen ausländerpolitischen Frage gesammelt werden.

Bundesweit werden eine Million Unterschriften benötigt, damit der Bundestag via Bundestagspräsidentin Süssmuth dazu bewegt werden kann, sich mit dem (Volks-)Begehren auseinanderzusetzen. „Kaum

1ein Land ist bei Vergabe seiner Staatsbürgerschaft so streng wie Deutschland. Immer noch entscheidet Artikel 116 des Grundgesetzes über die Staatsangehörigkeit“, so das Komitee in seinem Aufruf. „Statt dessen sollten alle, die ihren Lebensmittelpunkt in diesem Land haben oder hier geboren sind, unbürokratisch deutsche StaatsbürgerInnen werden können.“

Angesichts der Angriffe gegen Ausländer ist es nach Auffassung des Komitees dringend nötig, daß das deutsche Staatsangehörigkeitsrecht aus dem Jahre 1913 dahinge-

1hend geändert wird, daß die Einbürgerung erleichtert und die doppelte Staatsbürgerschaft ermöglicht wird. Dies habe bereits die Ausländerbeauftragte beim Bund, Cornelia Schmalz-Jacobsen (FDP), gefordert. Nun soll Bundesjustizministerin Sabine Leutheuser-Schnarrenberger umgehend eine Grundgesetzänderung erarbeiten.

In Hamburg findet die Initiative bei Prominenten aus Kultur und Politik Unterstützung. Zu den Unterzeichnern gehören Klaus von Dohnanyi, Hans-Joachim Friedrichs, Robert Vogel, Inge Meisel, Erhard Pumm, Egon Bahr, Jürgen Flimm, Günter Gaus und Adrienne Goehler. Kai von Appen

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