: Niombo Lomba
Bei den Wahlen zum Grünen-Bundesvorstand im Juni legte sie einen Senkrechtstart hin: Niombo Lomba, 27 Jahre, nur zwei davon Mitglied bei den Grünen, holte auf Anhieb 64,3 Prozent der Stimmen zwölf Prozentpunkte mehr als der republikweit bekannte grüne Bundesgeschäftsführer Reinhard Bütikofer.
Die Politikstudentin aus Augsburg, Tochter eines deutsch-kongolesischen Paares, hat in den Augen vieler Altparteimitgliedern vor allem drei Qualitäten: Sie ist jung, weiblich, schwarz. Und damit, so die grüne Hoffnung, kann sie zur Aufmöbelung des altbackenen Images der Partei beitragen.
Niombo Lomba will explizit die Anliegen der Jüngeren vertreten, von denen sie glaubt, sie hätten „ein anderes Lebensgefühl als ihre Elterngeneration“. Zur Politik kam sie vor allem über das Mentoringprogramm der Grünen, die mit der gezielten politischen Förderung ihre Nachwuchsprobleme wettzumachen hoffen. Lombas weitere Schwerpunkte im Bundesvorstand sind Bildungs- und Medienpolitik.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen