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Nie Brandsatz geworfen?

■ Erstmals Rostocker Randalierer wegen Mordversuchs vor Gericht

Rostock/Neubrandenburg (AP/ AFP) – Erstmals muß sich seit Dienstag ein Randalierer von Rostock wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Vor dem Landgericht Rostock ist ein 22jähriger arbeitsloser Berliner, der zu den Krawallen extra angereist war, angeklagt, einen Molotowcocktail gezielt auf einen Polizisten geworfen zu haben. Dies bestritt er. Er habe niemals auch nur einen Brandsatz in der Hand gehabt, sagte der 22jährige arbeitslose Maler zu Beginn der Hauptverhandlung. Als im August die Krawalle vor dem Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen tobten, sei er mit zwei Freunden Richtung Ostsee unterwegs gewesen. Durch Rundfunkberichte neugierig geworden, sei er von der Autobahn abgebogen und nach Lichtenhagen gefahren. Zwar habe er seine Haare damals geschoren gehabt, doch sei dies kein Ausdruck einer politischen Haltung gewesen. Er sei stark alkoholisiert gewesen.

In Neubrandenburg müssen sich acht Jugendliche ebenfalls wegen Mordversuchs verantworten, die im August vergangenen Jahres mit Brandsätzen und Steinen ein Asylbewerberheim angegriffen hatten. Generalstaatsanwalt Prechtel erklärte, in Mecklenburg- Vorpommern sei in nächster Zeit mit weiteren Anklagen gegen Gewalttäter zu rechnen.

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