: Nicht verharmlosen-betr.: "Nationale Sammlung", taz vom 10.2.89
betr.: “'Nationale Sammlung‘ im Untergrund“,
taz vom 10.2.89
Solche Typen wie Kühnen und Co. werden nie dazulernen. (...) Schon alleine, daß sie das Grundgesetz und unsere Demokratie in Frage stellen, ist Motiv genug, sie nicht bei Wahlen zu dulden. Würde man sie tolerieren, in ihren Aspekten bestärken, käme jenes einer Erlaubnis einer Partei ähnlich der NSDAP nahe. Somit hat CDU-Minister Friedrich Zimmermann wenigstens ein Mal im Sinne unserer Demokratie agiert. (...)
Natürlich stellt die Resonanz rechtsextremer Parteien bislang keine unendliche Größe dar, doch es wird immer noch in einigen Kneipen am Stammtisch rechtsradikales Gedankengut propagiert. Jenes sollte man dennoch nicht unterbewerten. Ich glaube, nein ich hoffe, daß wir Deutsche aus zwölf Jahren Diktatur schlauer geworden sind und nicht noch einmal einer nazistischen Ideologie verfallen. Doch die gegenwärtigen braunen Sprosse sollte man nicht verharnmlosen.
Fritz Lausterer, Stuttgart
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen