■ Nicaragua: Hilfe für Chamorro
Managua (AFP) – Der Machtkampf zwischen Präsidentin Violeta Chamorro und der sandinistischen Militärführung hat die innenpolitische Krise in Nicaragua verschärft, die ab heute durch einen „Nationalen Dialog“ zwischen den zerstrittenen Lagern des Landes beigelegt werden soll. Trotz des Widerstandes in der Armee und der Sandinistischen Partei bekräftigte Chamorro ihre Ankündigung, Armeechef Humberto Ortega im kommenden Jahr zu entlassen.
Die Präsidentin erhielt unterdessen die Rückendeckung der USA, der Organisation Amerikanischer Staaten und der Präsidenten der zentralamerikanischen Nachbarstaaten. Mehrere tausend Nicaraguaner gingen in der Nacht zum Samstag auf die Straße, um gegen den Einfluß der Militärs zu protestieren.
Am gleichen Tag war in der Nähe von Managua eines der größten Waffenlager ausgehoben worden, das bislang in Nicaragua entdeckt wurde. Dabei soll es sich um ein Arsenal der guatemaltekischen Guerillaorganisation „Nationale Revolutionäre Union“ handeln.
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