: Neustadt-Tunnel?
■ SPD: Neue Varinate für A 281
Die Autobahn A 281 soll nach Ansicht des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Reinhard Barsuhn, notfalls durch einen Tunnel zwischen Wartumer Heerstraße und Kirchweg verlaufen. Diesen Vorschlag machte Barsuhn, nachdem die Baubehörde eine Kostenrechnung angestellt hatte. Danach ist ein Ausbau der Kreuzungen an der Neuenlander Straße genauso teuer wie eine Alternativtrasse zwischen Richard-Dunkel-Straße, Kocks- Gelände und Flughafendamm, nämlich rund 18 Millionen Mark.
Barsuhn betonte, er bevorzuge weiter den Ausbau der Kreuzungspunkte an der Neuenlander Straße. Wenn das aber politisch nicht durchsetzbar sei, sollte über eine Tunnelvariante für die Autobahn nachgedacht werden.
Barsuhn hält ein Nebeneinander von Autobahn und Entlastungstrasse nicht für möglich. Wenn der Flughafendamm bis 1996 im Rahmen des Projektes Flughafen 2000 vierspurig ausgebaut sei, könne die Autobahntrasse unmöglich direkt neben der Alternativtrasse verlaufen. „Das ist technisch kaum möglich. Es sei denn, wir gehen in eine höhere Ebene, und so eine Betonwurst wollen wir nicht.“
Inzwischen hat sich auch die Bürgerinitiative mit dem Gutachten aus der Baubehörde beschäftigt. Eine Anwohnerversammlung beschloß am Dienstag Abend, entlang der Neuenlander Straße Transparente aufzuhängen gegen den Ausbau der Kreuzungen. Sie wollen die Alternativtrasse über die Richard- Dunkel-Straße und das Kocks- Gelände, um die Neuenlander Straße vom LKW-Verkehr vom und zum Güterverkehrszentrum zu entlasten.
Barsuhn erklärte, die Entscheidung der SPD sei in dieser Frage noch offen. Hans-Dieter Kahrs, Ortsvereinsvorsitzender der SPD in der Neustadt, will die Alternativtrasse. „Es ist klar, daß es hier mit den Anwohner und mit der eigenen Partei Auseinadersetzungen geben wird“, erklärte Barsuhn dazu. „Wie auch immer die Entscheidung letzten Endes ausfallen wird, irgendjemand wird unterliegen, das wird richtig weh tun.“ mad
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen