: Neuer Chef soll die Pleite abwenden
■ S.G.Warburg-Bank schlingert immer noch in der Krise
London (dpa) – Der Versuch, mit der Investmentbank Stanley Morag zu fusionieren, endete letztes Jahr in einem Debakel. Die renommierte S.G.Warburg-Bank erholte sich bis heute nicht davon, der Aktienkurs liegt darnieder, mehrere Direktoren traten zurück. Am Sonntag nahm nun auch der Chef den Hut. Der Verwaltungsrat teilte gestern mit, er habe den Rücktritt von Lord Cairns „mit Bedauern“ angenommen.
Sein Nachfolger David Scholey kam danach sofort zur Sache. Der Abschied des immer selbstherrlicher regierenden Simon Cairns aus der Warburg-Bank galt in der City als überfällig. „Oberste Aufgabe und höchste Priorität“, sagte der neue Chef, sei es nun, „die Rentabilität wiederherzustellen, entscheidende und tiefgreifende Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen zu ergreifen und die Kostenbasis zu reduzieren. Für die kommende Hauptversammlung im Juli hat Scholey bereits die Entlassung weiterer Warburg-Direktoren angekündigt.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen