■ Neue britische Bewegung fordert:: Freiheit für die Fische
Dublin (taz) — Die britische Fisch-Befreiungsbewegung hat den AnglerInnen den Kampf angesagt. Heute hat ein 20minütiger Dokumentarfilm in Birmingham Premiere, der in der nächsten Woche auf Videokassetten an Tausende von Schulen geschickt werden soll, um die Brutalität des gemeinen Anglers aufzuzeigen. In dem Film wird einem Aal langsam der Kopf abgesägt. „Fische sind Wirbeltiere, genauso wie Hunde“, sagte Fischbefreierin Marianne Mac Donald. „Niemand käme jedoch auf die Idee, einen Hund an einen Haken zu nehmen und ihn unter Wasser zu zerren, oder?“ Die Angelverbände, denen drei Millionen BritInnen angehören, sehen der Kampagne gelassen entgegen. „Die größte Gefahr für Angler ist die Umweltverschmutzung“, sagte Peter Maskell, Redakteur der Angling Times. Er fügte allerdings hinzu, daß das Verkleben der Schlösser von Angelbedarfsläden durchaus zu gewaltsamen Auseinandersetzungen führen könne. Mary Paisley von der Zeitschrift Carp World (Karpfenwelt) hält die Kampagne schlichtweg für albern: „Die Angler legen die Fische auf kleine Luftkissen, wenn sie die Haken entfernen“, sagte sie sanft. „Dann falten sie das Kissen zu einer Wiege, in der sie das Tier zum Wasser zurücktragen. Sie behandeln die Fische besser als ihre Kinder.“ RaSo
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