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Neue Modelle für Behinderte

■ Tagung über ambulante Versorgung von Behinderten in Bremen

Die Betreuung der körperlich Behinderten in Bremen ist schlecht, Bremen könnte sich von anderen Städten etwas abgucken. Das ist ein Ergebnis der Tagung „Ambulante Versorgung körperbehinderter Menschen“ die gestern begonnen hat und heute mit einer Podiumsdiskussion endet. In Referaten und Diskussionen wollen Betroffene, Mitarbeiter und Träger von Modellen lernen, die woanders schon realisiert wurden.

In Bremen war die ISB (Individuelle Schwerstbehindertenbetreuung) über lange Zeit ausschließlich auf die Arbeit der Zivildienstleistenden gestützt. Doch der Bedarf an Pflegekräften konnte so nicht gedeckt werden. Die Lage spitzte sich zu, als durch die Verkürzung des Zivildienstes die Anzahl der Zivis auf die Hälfte reduziert wurde.

Auf der Tagung präsentierten sich gestern verschiedene Formen der ambulanten Betreuung Körperbehinderter. Beim Wohnverbund Hannover gibt es einen ambulanten Pflegedienstes, bei dem Menschen, die in behindertengerechten Wohngemeinschaften leben, eigenständiger leben können. Ziel ist die Förderung der sozialen Integration und der Beteiligung am kulturellen Leben. Leider gibt es in Hannover Probleme in der Finanzierung freier Wohnungen, die oft bis zum Rechtsstreit mit den Behörden führen.

Dem steht das Merburger „Arbeitgebermodell“ gegenüber. Bei diesem Modell ist die Behinderte Arbeitgeberin und ihre Pflegerin bei ihr angestellt. Für Gabrielle Wienstoer, die das fremdbestimmte Leben in Pflegeheimen satt hat, gibt diese Form der Betreuung die Möglickeit, selbstbestimmt und eigenständig zu leben. cs

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