: Neue Gewalt in Nahost
Fünf Palästinenser bei Militäraktionen im Westjordanland getötet. Bescheidene Weihnachten in Bethlehem
RAMALLAH dpa ■ Nach Weihnachten ist es in Nahost zu einem neuen Ausbruch der Gewalt gekommen. Bei Razzien der israelischen Armee wurden gestern im Westjordanland mindestens fünf Palästinenser getötet. Im Gaza-Streifen kamen zwei Palästinenser beim Versuch ums Leben, in eine jüdische Siedlung einzudringen. In Tulkarem erschoss eine Armeeeinheit den örtlichen Führer der „Al-Aksa-Brigaden“. In Nablus kamen ein 15-Jähriger und ein Mitglied der Hamas-Bewegung ums Leben. Bei Razzien der Armee in einigen Städten des Westjordanlands wurden gestern mehrere mutmaßliche Extremisten festgenommen.
Die Gewalt überschattete die ausklingenden Weihnachtsfeierlichkeiten. Am Dienstag hatten mehrere hundert Gläubige in der Geburtskirche in Bethlehem die Mitternachtsmette gefeiert. Aus Protest gegen die israelische Besatzung hatten die Einwohner auf den traditionellen Weihnachtsschmuck verzichtet.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen