■ Cash & Crash: Neue Drehscheibe für Öko-Investment
Wer sein Geld in deutschen Öko-Aktien anlegen will, hat an der Börse Schwierigkeiten, etwas Geeignetes zu finden. Doch seit kurzem gibt es für Anleger eine neue Anlaufstelle in Berlin: die Umweltfinanz GmbH. Zugleich dient die neue Gesellschaft auch als Drehscheibe für diejenigen, die Geld für den Aufbau einer ökologisch orientierten Aktiengesellschaft benötigen. Die „Umweltfinanz Planungs- und Vermittlungsgesellschaft für ökologische Beteiligungen mbH“, so die genaue Bezeichnung, dürfte sich schnell zu einem der Marktführer in diesem Öko-Aktien-Segment entwickeln.
Denn hinter ihr stehen drei erfahrene Gründer: Michael Schäfftlein aus Hilchenbach im Siegerland gilt seit 1991 als Pionier der Plazierung und des Handels mit außerbörslichen Öko-Titeln. Seine beiden Mitstreiter Dirk Baude und Alexander Winde haben den Alternativen Investment Service (A.I.S.) in Berlin aufgebaut.
Die ersten beiden Unternehmen, für die die Umweltfinanz junge Aktien bei AnlegerInnen plaziert, sind die Frankfurter WRE AG (Wasserkraft und Regenerative Energien AG) und die Berliner TreuHanf AG (siehe taz vom 9.7.). Für beide Aktien ist später auch ein spesengünstiger außerbörslicher Handel vorgesehen.
Die TreuHanf AG plant derzeit eine Kapitalerhöhung. Anleger können Gebote für die neuen Aktien zwischen 12 und 20 Mark abgeben. Die Erstemission der WRE-Aktie fand im Herbst 1996 zu einem Preis von 5,70 Mark statt (damals im Informationsbrief Öko-Invest empfohlen). Seither hat man, nebenbei bemerkt, rund 90 Prozent Kursgewinn erzielen können: Derzeit liegt der Preis bei 10,80 Mark. Demnächst kommt die nächste Tranche junger Aktien heraus, die elf Mark das Stück kosten wird.
Zum Jahresende will die Umweltfinanz GmbH auch steuerbegünstigte Windkraftbeteiligungen ins Programm nehmen. Bis zum nächsten Jahr dürften eine Reihe weiterer interessanter Beteiligungsangebote auf den Markt kommen. Telefonisch ist Umweltfinanz unter 030-882 38 77 zu erreichen. Max Deml
Öko-Invest Telefon:
0043-1-535 18 15
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen