: Nestlé darf Perrier schlucken
Brüssel/Vevey (AP) — Der Schweizer Nahrungsmittelriese Nestlé darf den Perrier-Konzern schlucken. Wie ein Nestlé-Sprecher gestern in Vevey sagte, hat die EG-Kommission Nestlé zur Auflage gemacht, aus Wettbewerbsgründen einen Teil der Perrier-Quellen in der Größenordnung von sieben Prozent des weltweiten Perrier-Umsatzes abzustoßen. Der Schweizer Nestlé-Konzern hatte im März Source Perrier SA nach einem zweimonatigen Ringen mit der italienischen Industriellenfamilie Agnelli für rund 15 Milliarden französische Francs (4,6 Milliarden Mark) kaufen können. Damit war Nestlé zum weltweit größten Wasserverkäufer aufgerückt. Die EG- Kommission hatte den Kauf jedoch für vier Monate ausgesetzt, um die Auswirkungen zu untersuchen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen