: Nesawissimaja Gaseta
■ Betr.: Milliardenkredite
Die unabhängige Moskauer Zeitung zu den Milliardenkrediten:
„Die Reform kann man nicht kaufen, selbst für 100 Milliarden Dollar nicht. Das zentrale Moment der ganzen Idee ist der Wunsch, der Gesellschaft das aufzudrängen, was sie aus diesem oder jenem Grunde noch nicht gewählt hat. So kann man von der Verwirklichung des vorgeschlagenen Reformkurses bestenfalls eine unnatürliche Verlängerung der heutigen Stagnation erwarten. Zudem werden die Außenschulden rapide und ziellos anwachsen.
Die Gesellschaft wird durch das auf Kosten der westlichen Hilfe geschaffene, relativ hohe Lebensniveau demoralisiert, und die darauffolgende Gesundung wird noch schwererfallen. Ein frappierendes Beispiel dafür bietet heute die ehemalige DDR. Der Aufbau des Kapitalismus ist eine grundlegende und prinzipielle Sache. Die anstehende Aufgabe ist eine nationale und erfordert einen nationalen Konsens.“
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen