piwik no script img

Nato will mehr in Afghanistan tun

BRÜSSEL afp ■ Die Nato steht im Rahmen der Isaf für ein größeres Engagement in Afghanistan bereit. Dieses Angebot machte das Bündnis gestern den Vereinten Nationen, hieß es aus diplomatischen Kreisen im Nato-Hauptquartier. Gegen den Grundsatzbeschluss der Allianz seien bis zur Frist am Morgen keine Vorbehalte von den Alliierten eingelegt worden. Das Angebot der Nato, die das Isaf-Kommando in Kabul im August übernommen hatte, gilt als Voraussetzung für die Ausweitung des UN-Mandats, in dessen Rahmen die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus ein „regionales Wiederaufbauteam“ einsetzen will. Im Nato-Grundsatzbeschluss wird das Angebot der Bundeswehr begrüßt. Kundus habe Pilotcharakter für den Aufbau weiterer Teams außerhalb Kabuls, die ebenfalls unter ein neues UN-Mandat fallen könnten. Nicht ausgeschlossen würden auch zeitweise Einsätze außerhalb der Großstädte, die Ereignisse wie etwa Wahlen sichern könnten. Die Militärexperten sollen bis zum 20. Oktober prüfen, wie das Verhältnis zwischen den regionalen Wiederaufbauteams und dem Isaf-Hauptquartier gestaltet werden soll. Derzeit sind vier Wiederaufbauteams der USA, Großbritanniens und Neuseelands im Einsatz.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen