■ Nachruf: Thanner ist tot
Daß man so viel über ihn nicht wußte, hat ihn geärgert. Dabei war er durchaus populär. Ein Gesicht, nach dem man sich auf der Straße umsah: „Ging da nicht eben der Thanner?“
Für uns war der Berliner Schaubühnen-Darsteller Eberhard Feik eben vor allem Schimanskis Alter ego. Ein kleinbürgerlicher Nörgler, dessen lächerliche Bartspitzen so lustig vibrierten, wenn der heißspornige Schimi mal wieder im Alleingang auf Mörderjagd ging. Irgendwann fügte sich Feik dann in sein Serienschicksal, schrieb diverse „Tatort“-Drehbücher und baute seine Nebenrolle zu Götz Georges ironischem Gegenpol aus. Bis der WDR im Dezember 1991 Kommissar Schimanski sterben ließ. Da war der Thanner gleich mitbegraben.
Sein kreativer Schaffens Foto: AP
drang, der sich auch in Hörspiel- und TV-Inszenierungen äußerte, wurde zuletzt aber durch sein krankes Herz merklich behindert. Nach einem Infarkt (1987) und drei Bypassoperationen starb Eberhard Feik gestern 50jährig an den Folgen eines Herzanfalls. klab
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen