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Nachhaltig und fromm

Beten und saufen geht immer und noch mehr

Mannigfaltig waren am Montag die Nachrichten, welche uns aus den katholischen ­Tickerstuben erreichten. So war uns neu, dass es speziell für die Getreideverehrungs­zeremonie Erntedank einen eigenen Bischof gibt – schrieb uns doch die KNA „Amts­einführung des neuen Eichstätter Bischofs für Erntedank geplant“. Europaweit ließen die frommen Kollegas gestern den frommen ­Infostrom dann nicht mehr abreißen. „Papst Leo XIV. verleiht neue Nachhaltigkeits­medaille“, schallte es ökoengelsgleich wenig später aus dem gar heiligen Vatikanstaat zu Rom. Bewerbungen nimmt der Pontifex noch bis 31. Juli unter dieser Postadresse an: Seine Heiligkeit Papst Leo XIV., ­Palazzo Apostolico, 00120 Città del Vaticano, Rom, Italien. „Initiator der Medaille ist die Villanova-Universität, an der der heutige Papst Mathematik studiert hat“, weiß KNA weiters. Und die Agentur hat im französischen Voiron einen hochprozentigen Anwärter für die Medaille recherchiert: Es ist die „ordenseigene Destillerie“ der dortigen ach so strengen Kartäuser. Sie besitzen in der Alpenkleinstadt, die am Mittwoch Besuch von der 17. Etappe der Tour de France kriegt, den „größten ­Likörkeller der Welt“. ­Darauf einen wahren „Élixir végétal de la Grande Char­treuse“ – das nachhaltige Lebenselixier des Ordens. Amen.

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