■ Nachgefragt: Eltern für's Sparen?
Dienstag abend tagte der Zentral-Elternbeirat (ZEB) zum Thema: Geplante Veränderungen bei der LehrerInnenzuweisung. Die taz fragte die Sprecherin des ZEB nach dem Ergebnis.
taz: Was ist rausgekommen?
Marianne Isenberg: Also rausgekommen ist eine Stellungsnahme, in der steht, daß wir in ganz wenigen Bereichen Veränderungen — das heißt Verschlechterungen — hinnehmen. Wir sind nicht bereit, Veränderungen im Grundschulbereich, der Orientierungsstufe und der Sonderschule zu akzeptieren. Wir haben ebenfalls gefordert, daß die Klassen-Frequenzen nicht hochgesetzt werden.
Welcher Schwerpunkt wurde am heftigsten diskutiert?
Die Grundfrage war: Sollen Eltern überhaupt die Frage stellen: Wo werden wir möglicherweise Kürzungen mittragen? Das war ein Vorschlag, den wir als ZEB vorgelegt hatten. Es ist jedoch notwendig zu überlegen, wo gibt es Dinge, auf die wir in finanziell schwierigen Situationen nicht verzichten dürfen. Es gab durchaus die Forderung zu sagen: Im Bildungsbereich darf überhaupt nicht gekürzt werden. Unsere Sorge ist, daß dann gespart wird ohne uns zu fragen.
Mit welchen Veränderungen muß für 1993/94 gerechnet werden?
Ich hoffe natürlich, daß gerade im Bereich Grundschule und Orientierungsstufe die geplanten Veränderungen nicht vorgenommen werden. Wenn jetzt am Freitag für nächstes Schuljahr Verschlechterungen für die Bereiche, in denen wir sie ablehnen, beschlossen werden, heißt das für mich, das alle Eltern gefordert sind, gemeinsam zu kämpfen und alles, was unerläßlich ist, möglichst sicherzustellen. vivA
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