: Nach der Realschule...
■ ...in die High-Tec / 50 Prozent für Mädchen reserviert
In ihrer Politik der kleinen Schritte hat die Bremer Gleichstellungsstelle einen Erfolg erzielt, der besonders Bremens Realschul-Absolventinnen interessieren dürfte: Seit 1988 gibt es in der Ausbildung zu AssistentInnen-Berufen die fifty-fifty-Quotierung, d.h. die Hälfte der Ausbildungsplätze ist für Mädchen reserviert. Bei den „MTAs“, den medizinisch-technischen Assistentinnen, wo Frauen die große Mehrheit bilden, muß zwar keine Quotierungs -Richtlinie Abhilfe schaffen. Doch bei den „Technischen AssistentInnen für Informatik“, die an zwei Bremer Schulen zwei Jahre lang lernen, Computer zu reparieren und zu programmieren, ist die Mehrheit der BewerberInnen noch immer männlichen Geschlechts.
Die Gleichstellungsstelle rührt derzeit die Werbetrommel, dazu Mitarbeiterin Dr. Barbara Loer: „Wenn wir schon die Quotierung beim Senator für Bildung durchdrücken, dann wollen wir auch erreichen, daß sich die Mädchen bewerben.“ Ein Drittel der 250 BewerberInnen waren im letzten Jahr Mädchen, in diesem Jahr sollen es mindestens genauso viele sein.
Die Berufsausbildung ist „vollzeitschulisch“ und findet statt sowohl an der Fachoberschule Meta-Sattler-Straße als auch am Schulzentrum Vegesack. Nach den Erfahrungen der bisherigen Absolventinnen kann Barbara Loer mit außergewöhnlich guten Berufsaussichten der Frauen im High -Tec-Sektor werben: „Die kriegen alle Jobs.“ 50 Ausbildungsplätze gibt es, am 1. März ist Bewerbungsschluß.
B.D.
Umverteilung gegen rechts
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