Nach Erdbeben in China: Zahl der Toten auf über 2000 gestiegen
Schnee und Hagel erschwert das Schicksal von Tausenden, die nach dem Beben in der Provinz Qinghai obdachlos geworden sind. Rettungskräfte suchen noch immer nach knapp 200 Verschütteten.
PEKING/JIEGU dpa/apn | Sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben im tibetischen Hochland im Westen Chinas ist die Zahl der Toten auf 2046 gestiegen. Knapp 200 Menschen wurden noch unter den Trümmern vermisst, berichtete am Dienstag die Einsatzzentrale der schwer betroffenen Präfektur Yushu nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua. Schnee und Hagel erschwerten zusätzlich das Schicksal der tausenden Obdachlosen.
Chinas Regierung ordnete für Mittwoch einen nationalen Tag der Trauer an. Um 10.00 Uhr soll das öffentliche Leben in der betroffenen Provinz Qinghai für drei Minuten stillstehen und der Toten gedacht werden. Auch vor den chinesischen Botschaften im Ausland sollen die Flaggen auf Halbmast stehen.
In einem Dorf zogen Rettungskräfte am Montag eine 68-jährige Tibeterin und ihre vierjährige Enkelin lebend aus den Trümmern, wie die China Daily berichtete. Bergungsmannschaften sind nun auch auf dem Lande außerhalb der zerstörten Stadt Jiegu unterwegs. Sie haben mit der Desinfektion der Trümmer begonnen, um dem Ausbruch von Krankheiten vorzubeugen.
Etwa 15.000 Soldaten, Feuerwehrleute, Polizisten und Bergungsexperten sind im Einsatz. Rund 25 000 Zelte trafen inzwischen im Erdbebengebiet ein.Hilfsgüter und Spenden aus dem ganzen Land treffen ein. Insgesamt erhielt die Provinz Qinghai bislang 586 Millionen Yuan (umgerechnet mehr als 50 Millionen Euro) an Geldspenden und Materialen, wie Xinhua berichtete.
Bei dem Erdbeben der Stärke 7,1 am vergangenen Mittwoch wurden mehr als 12 100 Menschen verletzt, davon 1434 schwer.
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