: Mutmaßliche Neonazi- Mörder inhaftiert
Frankfurt (ap) — Thailand hat die beiden mutmaßlichen Mörder des Dresdner Neonazis Rainer Sonntag nach Deutschland abgeschoben. Der 24jährige Ronny Matz und der 25 Jahre alte Nikolas Simeonidis wurden in Frankfurt dem Haftrichter vorgeführt, der die in Dresden ausgestellten Haftbefehle vollstreckte. Wie das Bundeskriminalamt in Wiesbaden am Montag weiter mitteilte, ist über einen Weitertransport nach Sachsen noch nicht entschieden worden. Einer der beiden soll darum gebeten haben, nicht nach Dresden überstellt zu werden.
Die beiden Tatverdächtigen wurden am Sonntag mit dem Lufthansa- Flug 777 von Bangkok nach Frankfurt gebracht. Die aus Baden-Württemberg stammenden jungen Männer wurden am vergangenen Mittwoch in der Nähe von Bangkok festgenommen. Nach ihnen war mit Hilfe von Interpol gefahndet worden. Sie sollen am 31. Mai Rainer Sonntag bei einer Straßenschlacht zwischen Neonazis und einer Zuhälterbande in Dresden mit einer abgesägten Schrotflinte in den Kopf geschossen haben. Sonntag soll zuvor angekündigt haben, mit Hilfe einer Gruppe Rechtsextremisten ein Bordell „plattmachen“ zu wollen.
Der Leichnam des ermordeten Neonazis wurde am Sonntag in Dresden beigesetzt. Bewacht von einem massiven Polizeiaufgebot nahmen an dem Trauerzug rund 1.500 Rechtsradikale aus dem In- und Ausland teil.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen