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Mußte der Chauffeur mal?

■ Dienstlimousine von Polizeipräsident Saberschinsky am lichten Tage geklaut

Bei der Polizei glaubte man zuerst an einen verspäteten Aprilscherz: Vergangenen Samstag wurde der dunkelblaue Dienstwagen von Polizeipräsident Hagen Saberschinsky am hellichten Tage auf offener Straße geklaut.

Der Fahrer hatte die neue Limousine an der Schloßstraße Ecke Treitschkestraße geparkt, abgeschlossen und sich entfernt. Als er zurückkam, war der Mercedes 200 weg.

Über die Gründe, warum der Chauffeur dem 63.000 Mark teuren Stück den Rücken gekehrt hatte, wird seither heftig spekuliert. Er habe Einkäufe getätigt, wußte eine Zeitung unter Berufung auf Insider zu berichten. „Es könnte sein, daß er für Hagen Saberschinsky Besorgungen am einkaufslangen Sonnabend machen wollte.“ Die Behauptung, sein Fahrer habe den Dienstwagen für eine Spritztour zum Einkaufen benutzt, dementierte der Polizeichef gestern zwar entschieden, eine erhellendere Auskunft war von seiner Pressestelle aber nicht zu erhalten. War es wirklich so, daß den Fahrer ein unaufschiebbares Bedürfnis überkam und er darum mal schnell bei Karstadt rein ist, wie im Präsidium am Platz der Luftbrücke gemunkelt wird? Trifft es zu, daß Saberschinsky dem Mann explizit erlaubt hatte, austreten zu gehen, bevor der Chef sich selbst zu einer Besorgung entfernte?

Von der Limousine fehlt jede Spur, wahrscheinlich ist sie längst über alle Berge. Sorgen, der Präsident müsse nun die BVG benutzen oder gar zu Fuß gehen, erstickte der Leiter der Pressestelle, Eberhardt, Schultz gestern im Keim. „Er wird weiterbefördert, bloß nicht zur Spende eines Fahrrads aufrufen.“ plu

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