■ Zu wenig Geld für Verkehrswege: Müntefering: 90 Milliarden Mark fehlen
Leipzig (AP) – In der Bundesverkehrswegeplanung bis zum Jahr 2012 klafft eine Finanzlücke von 80 bis 90 Milliarden Mark. Das sagte Bundesverkehrsminister Franz Müntefering am Samstag bei der Eröffnung der Leipziger Automesse. Er wisse nicht, wie diese Lücke geschlossen werden soll. Es müßten neue Prioritäten gesetzt werden wie etwa eine Entlastung der Straße durch verstärkten Gütertransport auf der Schiene. Ein allgemeines Tempolimit sowie eine Straßennutzungsgebühr für Pkw stünden derzeit in Deutschland nicht auf der Tagesordnung.
Müntefering verwies auf den wachsenden Anteil der Straße am Verkehr. Während 1970 noch 32 Prozent aller Güter Europas auf der Schiene transportiert wurden, seien es heute nur noch knapp 13 Prozent. Tendenz sinkend. Wenn alles auf der Straße transportiert werde, drohe ein Verkehrskollaps. In diesem Zusammenhang kündigte er die Einführung einer entfernungsabhängigen Straßennutzungsgebühr für schwere Lkw an.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen