: Münchner Bestechungsaffäre: Zwei Siemens-Manager festgenommen
München (dpa) — Die Ermittlungen zur Bestechungsaffäre beim Bau des neuen Münchner Klärwerks sind auch auf die Chefetage der Münchner Niederlassung der Siemens AG ausgeweitet worden: Zwei Abteilungsleiter des Unternehmens, einer bereits seit 1988 im Ruhestand, wurden in München festgenommen, berichtete gestern die Staatsanwaltschaft. Zusammen mit einem weiteren Siemens-Angestellten sollen sie 600.000 Mark Bestechungsgeld an einen inzwischen inhaftierten städtischen Angestellten gezahlt haben, um ihrer Firma einen Auftrag in Höhe von 20 Mio. Mark für die Prozeßtleittechnik im „Klärwerk Dietersheim II“ zu sichern. Gegen einen der 60 und 66 Jahre alten Manager aus dem Firmenbereich für Vertrieb von Anlagentechnik wurde bereits Haftbefehl erlassen, gegen den anderen ist Haftbefehl beantragt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen