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Müllkongreß

■ Fachtagung zu Problemen der Städtereinigung

„Viel Leistung für wenig Geld“ gibt es nach Meinung des Verbandes Kommunaler Städtereinigungsbetriebe (VKS) bei der Müllabfuhr. Im Vergleich zu dem, was Bundesbürger für den Konsum bereit sind ausgeben, kostet der Abfalltransport „sehr wenig“, sagte VKS-Präsident Ley gestern in Berlin zum Auftakt einer zweitägigen Fachtagung. „Ohne große Verbrennungsanlagen werden wir auf Dauer nicht auskommen“, sagte Ley zur Entwicklung bei der Abfallentsorgung. Die umstrittene Sondermüll-Verbrennungsanlage in Schöneiche „entspricht hohem westlichen Standard“, wurde betont.

Die Tagung beschäftigt sich auch mit den Problemen des Hundekotes. „Die Privatwirtschaft hat großes Interesse an dem Thema, weil das ein gutes Geschäft verspricht“, vermutet Karl Thome-Kozmiensky von der TU. Eine echte Lösung zeichnet sich allerdings nicht ab, wie die Experten meinen. Durch Kot -Zangen, Pappschachteln und Plastiktüten mit Schieber schaffe sich die Stadtreinigung vielmehr ein neues Entsorgungsproblem.

Bei den Müllfahrzeugen geht der Trend zum Ein-Mann-Betrieb in schmaleren und kleineren Wagen. Das Problem sei, so Raasch von der BSR, daß die Aufnahme der Abfallbehälter mittels automatischer Greifzangen über die Seite oder die Front der Fahrzeuge mehr Platz benötigt. Ley erinnerte daran, daß beim Ein-Mann-Betrieb die Möglichkeit entfalle, Leuten mit geringer Ausbildung einen Arbeitsplatz zu geben.

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