: Müffelnder Wind
Was ist eigentlich auf den Philippinen los?
Einmal um den halben Nachrichtenplaneten geguckt, was eigentlich gerade auf den Philippinen so los ist – und was müssen die Ticker sichtenden verblüfften Wahrheit-Redakteure da feststellen: Genau wie in unseren Breitengraden interessiert auch dort am meisten das Wetter, das die Nachrichtennummer eins ist im Inselstaat. So meldete am Montag die Philippine Atmospheric, Geological & Astronomical Services Administration, kurz PAGASA: „Südwestliche Windströmungen beeinflussen den westlichen Teil von Southern Luzon, Ostwinde beeinflussen den östlichen Teil des Landes.“ Ohne jetzt zu viel in die stürmische Meldung hineingeheimnissen zu wollen, das ist doch genau wie bei uns. Süd-Luzon ist eine geografische Subregion von Luzon, der größten Insel der Philippinen, weiß die Erklärmaschine und, wir können ergänzen, steht für die ganzen Philippinen, die zumindest wettertechnisch, wenn nicht politisch-gesellschaftlich in zwei Teile geteilt sind. Eben wie hierzulande, wo Ostwinde den östlichen Teil des Landes und Westwinde den westlichen Teil beeinflussen – metaphorisch auf alle Fälle mit voller Breitseite. Und so fügt sich die Einheit der Welt zwischen Asien und Europa gegen all die globalen Zwietrachtsäer, die immer viel müffelnden Wind machen.
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