: „Mordschwestern“- Urteil bestätigt
Wien (dpa) — Der Oberste Gerichtshof in Wien hat einen juristischen Schlußstrich unter einen der spektakulärsten Prozesse der österreichischen Kriminalgeschichte gezogen und die Urteile gegen die „Mordschwestern“ des Krankenhauses Lainz zum Großteil bestätigt. Der Senat stimmte der lebenslänglichen Haftstrafe für die 33 Jahre alte Waltraud Wagner, die als die zentrale Figur des mörderischen Quartetts gilt, wegen 15fachen Mordes, 17fachen Mordversuchs und zwei Fällen von schwerer Körperverletzung zu. Ebenfalls bestätigt wurden das lebenslängliche Strafmaß für Irene Leidolf (30) und die zwanzigjährige Haftstrafe für die 52jährige Stefanija Mayer wegen siebenfachen versuchten Mordes und einer fahrlässigen Tötung. Nur im Fall der 29jährigen Maria Gruber wurde die Haftstrafe wegen zwei Mordversuchen von fünfzehn auf zwölf Jahre herabgesetzt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen