: Mord im Bürgerpark: Ehemann gesteht
■ Mohamad Ataie hat die Nepalesin Nirmala Ataie am 8. Januar erstochen
Mohamad Ataie, der Ehemann der am 8. Januar im Bürgerpark ermordeten 22jährigen Nepalesin Nirmala Ataie, hat nach Angaben der Polizei ein umfassendes Geständnis abgegeben. Der 24 Jahre alte Ataie war am 30. Januar in Bern festgenommen worden und befindet sich zur Zeit in Lörrach, wo er auch von der Bremer Kripo vernommen wurde. Demnächst soll er nach Bremen-Oslebshausen überstellt werden.
Ataie war nach seiner Tat per Bahn, Taxi und Bus in die Schweiz geflüchtet. Als er dort unter falschen Personalien einen Asylantrag stellen wollte, wurde er anhand seiner Fingerabdrücke identifiziert. Die Bremer Kripo hatte aufgrund von Zeugenaussagen den Verdacht, daß Ataie in die Schweiz geflohen sein könnte und deshalb dort seine Fingerabdrücke für die Fahndung zur Verfügung gestellt.
Gegenüber der Bremer Kripo berichtete Mohamad Ataie, daß er Nirmala Ataie während seiner Flucht aus Afghanistan in Nepal kennengelernt habe. Nach der Heirat in Bremen habe es Auseinandersetzungen über den gemeinsamen Lebensstil gegeben: Während Mohamad Ataie traditionellen afghanischen Regeln folgen wollte, habe seine Ehefrau „europäische Vorstellungen“ gehabt. Immer wieder sei es darüber zum Streit — und auch zu Gewalttätigkeiten seinerseits gekommen, habe Ataie in der Vernehmung erklärt. Nachdem Nirmala Ataie mehrere Strafanzeigen gegen ihren Ehemann gestellt und Zuflucht im Frauenhaus gesucht hatte, sei es am 8. Januar zu einem vereinbarten Treffen im Bürgerpark gekommen, das nach einem erneuten Streit mit dem Tod der Nepalesin endete. Ase
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen