: Mörder in den USA werden immer jünger
Die Zahl der Mörder, die zum Zeitpunkt der Tat jünger als 17 Jahre waren, hat in den USA in den vergangenen Jahren explosionsartig zugenommen. Wie der am Sonntag veröffentlichten jährlichen Kriminalstatistik der Bundespolizei FBI zu entnehmen ist, begingen 1993 zweieinhalbmal so viele junge Männer zwischen 14 und 17 einen Mord wie 1985. Insgesamt registrierte das FBI 1994 das dritte Jahr in Folge einen Rückgang der gemeldeten Straftaten. Während die Zahl der über 25 Jahre alten Mörder beiderlei Geschlechts von 1985 bis 1993 um 20 Prozent zurückging, stieg sie bei den 18- bis 24jährigen Männern um 65 und bei den 14- bis 17jährigen männlichen Jugendlichen sogar um 165 Prozent. Bei jungen Frauen dagegen blieben die Zahlen fast unverändert. FBI-Experten sehen Gründe für diese Entwicklung in der leichten Verfügbarkeit von Waffen und der wachsenden Armut in den Städten.Abbildung: taz-Archiv
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