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Mit einem Walkmann zurück nach Tschernobyl

■ 900 Kinder erholten sich in Niedersachsen

Seit dem 26. Mai erholen sich 900 weißrussische Kinder aus der Region Gomel auf Einladung der Evangelisch-luthrischen Landeskirche in Niedersachsen. Die Kinder hatten keine Sprachprobleme. Sie haben sich schnell angefreundet, Spielen ist eben international. Nicht so allerdings die Nahrungsgewohnheiten, Viele haben ihr Taschengeld schon angelegt: ein Walkman war für die meisten der größte Wunsch. Manche Kinder gehen geradezu gern zum Zahnarzt, weil das Bohren in Niederachsen überhaupt nicht wehtut.

Noch 5 Jahre nach der Reaktor- Katastrophe in Tschernobyl sind sehr viele Kinder der gesundheitlichen Gefahr ausgesetzt, nur 3-5% der Kinder sind völlig gesund und die anderen leiden an Krankheiten, berichtete die russische Ärztin Valentina Droszd. Wie gut dieser Aufenthalt ohne Strahlengefährdung tut, wissen die Ärzte aus Erfahrung. Die Kinder gehen fast ohne Anäme nach Hause, und die Gasteltern wissen auch schon was sie „ihren“ Kindern mit auf die Heimreise in 14 Tagen geben werden: Vitamipräperate.

Fast alle möchten gern im nächsten Jahr wiederkommen, berichteten Vertreter der Landeskirche. epd/taz

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