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Mister Inbegriff

Oberbrandenburger mit gewagtem Spitznamen

Misterprototypfoto: dpa

Bekanntlich ist Dietmar Woid­ke seit dem Jahr 2013 Brandenburgs Landesvater. „Woidke bald dienstältester Ministerpräsident Deutschlands“, meldete die Mumienagentur dpa am Mittwoch und verkündete die verblüffende Neuheit, dass der SPD-Mann von seiner Staatskanzlei „Mr. East“ genannt wird. Ach, das wussten wir noch gar nicht! Wir nennen Woidke nämlich wegen seiner tollpatschigen Art von Koalitionspolitik Mr. Bean. Manchmal heißt er bei uns aber auch einfach Mr. Nobody, weil er wie in dem gleichnamigen Sci-Fi-Film offenbar von den Engeln des Vergessens übersehen wurde. Oder er ist für uns einfach nur Mr. Ed, weil er so herzhaft wiehern kann wie das Pferd in der TV-Serie. Wobei er eigentlich eher aussieht wie Mr. Burns, der böse Chef von Homer Simpson. Talentiert wie Mr. Ripley ist er jedenfalls nicht und verführerisch wie Mr. Darcy erst recht nicht. Denn er hört ständig die Schmusemusik der amerikanischen Pop-Rock-Band Mr. Mister aus den Achtzigern. Am liebsten nennen wir alten Karatefilmfreunde Dietmar Woidke letztlich wegen seiner schlagfertigen Argumente Mister Kugelblitz. Vermutlich wäre der passendste Name aber Herr Ost.

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