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Ministerrede geändert

■ CDU von Kritik an Asylpolitik überrascht

Die Regierungserklärung von Niedersachsens Innenminister Gerhard Glogowski (SPD) am Dienstag zu den Mordanschlägen in Solingen hat Spekulationen über ihr Zustandekommen ausgelöst. Der Grund: Der erste Redeentwurf, der am Vortag wie üblich allen Landtagsfraktionen zugeleitet wurde, verschonte die CDU mit Kritik an ihren Wahlkampfkampagnen zur Asylpolitik. Tags darauf griff Glogowski in einer überarbeiteten Rede die Union dann sehr direkt an.

Seither kursieren etliche Mutmaßungen darüber, wer in der Nacht vor der Regierungserklärung noch einmal Hand an den Redetext gelegt hat. Der Sprecher des Innenministeriums erklärte am Freitag, Glogowski habe den ersten Entwurf nicht abgesegnet. „Nächtens“, nach einem zünftigen Spargelessen in Braunschweig, habe er ihn eigenhändig nachgebessert.

Ministerpräsident Schröder sei mit dem ersten Redeentwurf nicht ganz zufrieden gewesen, weil die Rolle der CDU in der Asyldebatte nicht deutlich angesprochen wurde. dpa

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