■ Michael Jackson ändert Songtext: Das böse Wort „kike“
Los Angeles (AP) – Der Popstar Michael Jackson hat auf Vorwürfe jüdischer Organisationen reagiert und sich zur Änderung eines Songtextes auf seinem neuen Album bereit erklärt. Die Zeitung Daily Variety zitierte ihn am Donnerstag mit den Worten: „Ich werde nächste Woche ins Studio gehen und das ändern.“ Stein des Anstoßes ist das Stück „They don't care about us“ von der CD „HIStory“, die seit dem 16. Juni in Millionenauflage auf dem Markt ist. Darin kommen Textstellen wie „jew me“ und „kike me“ vor. „Kike“ ist im US-Amerikanischen eine abfälliges Wort für Jude. Jackson hatte sich bereits vergangene Woche bei der jüdischen Bevölkerung entschuldigt und beteuert, er habe niemanden beleidigen wollen. Im Gegenteil sei es sein Ziel gewesen, damit auf Vorurteile und Unterdrückung aufmerksam zu machen. Bereits verkaufte Alben sollen zwar nicht zurückgezogen werden, neue Pressungen aber mit einer neuen Version des Songs versehen werden. Im Simon-Wiesenthal-Zentrum in Los Angeles, das Jackson öffentlich kritisiert hatte, wurde die Entscheidung des Popstars begrüßt.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 90 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen