piwik no script img

■ Mevlüde Genc„Gott gab Hoffnung“

Hamburg (dpa) – „Ich habe nicht gedacht, daß man mich so achtet und liebt.“ Mit diesen Worten hat sich Mevlüde Genc für die Auszeichnung „Frau des Jahres 94“ der ARD-Tagesthemen-Redaktion bedankt. Gott habe ihr die Hoffnung gegeben, das Leid zu ertragen und auch die Tage während des Prozesses von Solingen. Trotz des großen Schmerzes habe sich ihr Verhältnis zu Deutschland nicht geändert. Die Täter sollten allerdings die härteste Strafe bekommen, forderte Mevlüde Genc. Die 51jährige Mevlüde Genc hatte beim mörderischen Brandanschlag von Solingen 1993 ihre beiden Töchter, eine Nichte und zwei Enkelinnen verloren.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen