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Mehr Polizei auf Streife

■ Innenstaatssekretär Jäger will Polizeipräsenz erhöhen/ Kritik der GdP

Berlin. Das Vorhaben des Senats, mit mehr Polizeipräsenz auf den Straßen einem weiteren Anwachsen der Kriminalität entgegenzuwirken, ist von der Gewerkschaft der Polizei kritisiert worden. Als „nicht nachvollziehbar“ bezeichnete Berlins GdP-Vorsitzender Burkhard von Walsleben gestern die Ankündigung von Innenstaatssekretär Armin Jäger, bis zu 400 Polizeimitarbeiter für den Streifendienst zu gewinnen. Dafür fehle in der Berliner Polizei das Personal, sagte der GdP-Chef.

Der Innenstaatssekretär hatte in einem Interview der Morgenpost erklärt, „noch sitzen zu viele Polizisten im Innendienst hinter Schreibtischen“. Die vorhandenen Kräfte müßten „rationeller“ eingesetzt werden, da es unrealistisch sei, die Zahl der Polizisten entsprechend der Straftaten steigen zu lassen. Bereits jetzt habe sich die verstärkte Polizeipräsenz – zum Beispiel durch die neugeschaffenen sieben „mobilen Wachen“ – positiv ausgewirkt. So hätten die Delikte von Straßenraub und -überfällen 1992 um 13,6 Prozent abgenommen.

Im Bereich Kurfürstendamm und um den Alexanderplatz sei bereits eine „weitestgehende Beruhigung“ erreicht worden. Es sei geplant, weitere Fahrzeuge, so am Kottbusser Tor in Kreuzberg, einzusetzen.

Nach Ansicht des GdP-Vorsitzenden führen auch die „mobilen Wachen“ nicht zu mehr Sicherheit. Das Personal dafür werde anderen Bereichen der Polizei entzogen und fehle dort. Um die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten zu können, bedürfe es einer grundlegenden Strukturänderung der Polizei, die wieder im Kiez arbeiten müsse. dpa/adn

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