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Mehr Passagiere im Flugverkehr

Auf den Flughäfen Tegel und Tempelhof sind im Juli mehr Passagiere als im entsprechenden Vorjahresmonat gezählt worden. Wie die Flughafengesellschaft am Donnerstag mitteilte, entspricht die Zahl von 468.604 Fluggästen einem Zuwachs von 3,8 Prozent. Dabei hatte der Linienverkehr einen Anstieg von 10,3 Prozent aufzuweisen, die Nachfrage nach Pauschalflugreisen ging um 21,1 Prozent gegenüber Juli 1988 zurück. 8.371 Starts und Landungen machten ein Plus von 17,1 Prozent aus. Im Linienverkehr stiegen die Flüge um 21,6 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung der Maschinen lag bei 51,5 Prozent. Die Vertreter der Bundesregierung werden heute den zivilen Luftfahrtattaches der drei Westmächte die Pläne des Senats nach Streichung von etwa 15 Prozent der Flüge von und nach Berlin vortragen. Bundessenatorin Heide Pfarr zeigte sich befriedigt, daß damit dem Umweltschutzargumenten Rechnung getragen werde. Ebenfalls bezogen auf die Diskussion um die Streichung der Flüge bemängelte der verkehrspolitische Sprecher der AL, Michael Michaelis, daß die Bundesregierung ihre Versprechen nicht einlöse. „In Zeiten, in denen die Bundesregierung meint, dem Senat sagen zu müssen, was für Berlin gut sein soll, fällt besonders übel auf, daß sich die Versprechen von Minister Warncke aus dem Berliner Wahlkampf jetzt als Seifenblasen entpuppen.“ Weder gäbe es auf der Eisenbahn-Strecke Berlin Hannover einen Servicewagen, noch gelte der Zwei-Stunden -Takt. Auch aus dem Anschluß an das Eurocity-Netz sei nichts geworden. Wer seine eigenen Versprechungen nicht halte, solle seinen Mund nicht so voll nehmen.

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