: Medienmogul wird abgeschaltet
ANKARA dpa ■ Die türkische Wahlkommission hat die Sendergruppe des Medienunternehmers Cem Uzan, der als Kandidat bei den Parlamentswahlen am 3. November antritt, mit einem sechstägigen Sendeverbot belegt. Von dem Verbot sind alle drei TV-Kanäle seiner „Star“-Gruppe betroffen. Die Kommission begründete das Sendeverbot mit einseitiger Wahlberichterstattung. Uzan, der zu einer der reichsten Familien in der Türkei gehört, hat seine Fernsehsender voll in den eigenen Wahlkampf mit einbezogen. Laut Umfragen hat die Junge Partei des „türkischen Berlusconi“ gut Chancen, ins Parlament zu kommen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen