Medien: Fluten Sie uns mit Kohle!
Plötzlich stand alles unter Wasser, vor fünf Jahren in unseren alten Redaktionsräumen. Ein tropfender Wasserhahn in der (winzigen) Küche hatte die Mitarbeiter:innen so genervt, dass sie Stimmen für eine Petition sammelten: Bitte, bitte, repariert das. Kurz darauf rückt ein Handwerker an – und auf einmal spritzt meterhoch Wasser heraus, nicht nur die Küche, auch der Flur und ein Büro werden geflutet.
Fortan wellte sich der Boden. Nicht der einzige Makel der alten Räume. Direkt neben einer der meistbefahrenen Straßen in Stuttgart gelegen, waren Lärm und Schmutz hier sogar noch größere Probleme als im Rest der Stadt. Im Erdgeschoss versuchten verschiedene Cafés und Bars ihr Glück. Nachdem mal wieder die Eigentümer:innen gewechselt hatten, stank es im Treppenhaus nach Fischsuppe.
Nett ausgedrückt könnte man sagen: Die Gegend war belebt und hatte einen rustikalen Charme. Elf Jahre hat die Kontext-Redaktion hier verbracht. Am Ende war ausschlaggebend, dass das Projekt wachsen will, mehr Personal anstrebt – und da wurden die alten Räume einfach zu eng. Wer ein Praktikum gemacht hat, musste als Nomad:in von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz ziehen, je nachdem, wo gerade jemand im Urlaub war. Irgendwann war klar: Wir müssen umziehen.
Das ist geschafft und die neue Redaktion in der Stuttgarter Hermannstraße ist ein Traum: geräumig, hell und herrlich ruhig. Die Kehrseite: So ein Umzug geht leider ganz schön ins Geld. Daher haben wir eine Bitte: Fluten Sie nicht unseren schönen neuen Boden, sondern unsere Kasse mit Kröten, Moneten, Kohle und Peseten!
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