■ MediaBazaar: Söldnermagazin auf dem Index
Bonn (epd) – Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften hat am Donnerstag das US-amerikanische Söldner-Magazin „Soldier of Fortune“ auf den Index gesetzt und damit einem Antrag des Freiburger Jugend- und Sozialamtes entsprochen. Damit werde die Verbreitung des bislang vor allem in Bahnhofsbuchhandlungen und an Kiosken frei käuflichen Blattes für zunächst zwölf Monate bis zum Mai 1996 verboten, sagte eine Sprecherin der Kontrollbehörde nach der Sitzung in Bonn. Eine Begründung für die Entscheidung soll später bekanntgegeben werden.
Der Indizierungsantrag, der bereits zum zweitenmal eingereicht wurde, war 1993 zunächst abgelehnt worden, weil das Söldnermagazin mit damals 16 Mark (heute 17 Mark) für Jugendliche angeblich zu teuer sei. Nach Meinung von Kritikern verherrlicht „Soldier of Fortune“ Kriege und Waffeneinsätze aller Art.
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