■ Malaysias Armee gegen Schweine: Furcht vor Hirnhautentzündung-Epidemie
Bangkok (taz) – Die malaysische Regierung kämpft gegen einen gefährlichen Virus, der von Schweinen auf Menschen übertragen wird. Das Militär will in den nächsten Tagen über 300.000 Hausschweine erschießen. Damit soll verhindert werden, daß sich die durch den Virus ausgelöste tödliche Hirnhautentzündung weiter ausbreitet. Daran sind seit Oktober 54 Personen gestorben. Der Virus wird durch Mücken auf Menschen übertragen.
Zum Schutz vor Ansteckung sollen 300.000 Menschen und 500.000 Schweine geimpft werden. 700 Soldaten in Schutzanzügen haben in einem Schweinezuchtgebiet 100 Kilometer südlich von Kuala Lumpur begonnen, Tiere zu erschießen. Drei Dörfer der christlichen Region waren zuvor evakuiert worden. Die Armee konnte am ersten Tag nur 1.200 statt wie geplant 30.000 Schweine töten. Die Gesundheitsbehörde hat unterdessen einen weiteren tödlichen Virus entdeckt. Jutta Lietsch
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