piwik no script img

■ MalawiBegnadigung

Lusaka (AP) – In Malawi ist die Dissidentin Vera Chirwa am Sonntag nach zwölf Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden. Wie der staatliche Rundfunk meldete, wurde die wegen Hochverrats zu lebenslanger Haft verurteilte Juristin von Präsident Kamuzu Banda aus humanitären Gründen begnadigt. Vera Chirwa und ihr Mann Orton, der im Oktober im Gefängnis starb, hatten vor der Unabhängigkeit Malawis von Großbritannien zusammen mit Banda die Kongreßpartei aufgebaut. Nach der Staatsgründung wurden sie jedoch zu Gegnern des von Banda errichteten Einparteienregimes in dem südostafrikanischen Land.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen