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Mädchentreff im Mädchenhaus

■ Eine neue Anlaufstelle für Mädchen, die von Gewalt betroffen sind

Rembertistraße 32 — diese Adresse werden Mädchen und Mütter, Lehrerinnen und SozialarbeiterInnen sich merken müssen. Dorthin können sie sich wenden, wenn sie Kontakt zum Mädchenhaus und den dort arbeitenden Psychologinnen oder Sozialpädagoginnen aufnehmen wollen. Denn jetzt hat das Mädchenhaus eine Anlauf- und Beratungsstelle für alle von Gewalt bedrohten oder betroffenen Mädchen und jungen Frauen.

56 Mädchen hat das Mädchenhaus in den ersten neun Monaten seines Bestehens betreut — und dies, obwohl es nur auf „Umwegen“ zu erreichen war. Für die Mitarbeiterinnen ist die Eröffnung der Anlauf- und Beratungsstelle deshalb ein wichtiger Schritt. Jetzt können Mädchen im offenen Angebot auf der Etage Rembertistraße 32 nämlich direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen. Dort können sie andere Mädchen treffen, über Probleme mit Eltern, FreundInnen, Schule reden, Vertrauen zu der Einrichtung und deren Fachfrauen aufbauen, bei denen sie Hilfe finden, wenn ihnen Gewalt angetan wurde oder wenn sie Angst haben.

99 Prozent der Mädchen, die im Mädchenhaus bisher aufgenommen wurden, kamen aus akuter Gefährdung. Etwa 20 Prozent von ihnen kamen aus Bremerhaven und dem Bremer Umland. In diesen Fällen wird die Finanzierung (Kostenübernahme durch das Sozialamt auf Pflegesatzbasis) „äußerst schwierig“, so Petra Reinhardt vom Trägerverein „Mädchenhaus“. Weggeschickt wird aber niemand.

Das Mädchenhaus arbeitet eng mit allen anderen Einrichtungen der Mädchenarbeit zusammen. In der Sozialbehörde wird gemeinsam mit den Projekten zur Zeit an einem Mädchenförderplan gearbeitet, um Schwerpunkte für die Förderung festzuklopfen

Damit steht das Bremer Mädchenhaus auf dreien der insgesamt vier Säulen, die es gemäß seines feministischen Konzepts erhalten soll. Neben dem Haus läuft die Kriseneinrichtung für Mädchen in Not, (Tel. 341120) und eine Mädchenwohngruppe. ra

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