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Mädchenarbeit — das langsame Sterben

■ Stellen laufen aus, aber Geldverteilung ist auf Herbst verschoben

Die gerade erst etablierten Bremer Mädchenprojekte sind von der Schließung bedroht: Während noch über einen Mädchenförderungsplan nachgedacht und am Geldbedarf herumgerechnet wird, laufen in den Projekten die ABM-Stellen aus — die Finanzierung fester Stellen ist in weiter Ferne, die Verteilung des Projekteförderungstopfes auf den Herbst verschoben worden, und für eine Übergangsfinanzierung ist kein Geld da. Im Mädchentreff der „Gewitterziegen“ ist es schon Ende dieser Woche soweit, im Mädchenkulturhaus Anfang August — noch werden eine bzw. zwei BSHG 19-Kräfte die Angebote von der Beratung für Mädchen mit Eßstörungen bis zur internationalen Theatergruppe eingeschränkt weiterführen, aber auch deren Verträge sind begrenzt.

„Es ist politisches Kalkül, die Mädchenprojekte langsam sterben zu lassen“, sagt Anette Klasing, Jugendbildungsreferentin vom Stadtjugendring. „Die Belange und Rechte der Mädchen und Frauen werden mal wieder mit Ignoranz und völliger Mißachtung quittiert“, heißt es in einer Mitteilung des Vernetzungsplenums „Mädchenarbeit“. Auf der Prioritätenliste stehen Projekte akzeptierender Jugendarbeit mit Rechten ganz oben — „nach dem Feuerwehrprinzip wird immer nur da etwas getan, wo es knallt“, so Klasing.

„Mädchenarbeit ist ein wichtiger Teil der Jugendarbeit“, sagt Andrea Frenzel-Heiduk, Sprecherin der Jugendbehörde, „aber es ist traurige Tatsache, daß dieses Ressort nicht für alle auslaufenden ABM-Stellen einstehen kann“. skai

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