: Madagaskar: Opposition gespalten
Antananarivo (afp) — Der madagassische Ministerpräsident Guy Razanamasy hat am Mittwoch sein neues Kabinett vorgestellt, dem kein Mitglied des oppositionellen Komitees der starken Kräfte angehört. Der Vorsitzende des Komitees der Starken Kräfte, Albert Zafy, hatte Razanamasy am Dienstag abend kurzfristig mitgeteilt, daß er nicht für einen Posten in der neuen Regierung zur Verfügung stehe. Zafy begründete dies mit der Weigerung von Präsident Didier Ratsiraka, das Oberkommando über die Armee abzugeben. Regierung und Opposition hatten am 31. Oktober eine Vereinbarung unterzeichnet, in der die Auflösung des Parlaments und der Regierung festgelegt wurde. An ihre Stelle sollte eine hohe Staatsbehörde treten, in der die Opposition eine entscheidende Rolle spielen sollte. Zafy hatte das während seiner Abwesenheit geschlossene Abkommen abgelehnt. Der neuen Regierung gehören vier Mitglieder der oppositionellen Proletarischen Bewegung (MFM) an.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen