: „Machtübergabe sehr schwierig“
■ Kambodschas Regierungspartei will Wahlen anfechten
Phnom Penh (AFP/taz) – Die kambodschanische Regierungspartei PPC unter Premierminister Hun Sen erweist sich als schlechte Verliererin: Sie drohte gestern damit, die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung aus der vergangenen Woche nicht anzuerkennen. Die UN-Übergangsverwaltung hatte es zuvor abgelehnt, die Abstimmung für teilweise ungültig zu erklären, solange nicht „größere Unregelmäßigkeiten“ nachgewiesen würden. Nach der Auszählung von 60 Prozent der abgegebenen Stimmen, deren Ergebnisse gestern bekanntgegeben wurden, konnte die Funcinpec- Partei des Sihanouk-Sohnes Ranariddh bislang 42 Prozent der Stimmen für sich verbuchen, während die PPC auf 37,2 Prozent der Stimmen kam.
Jetzt stellt sich die Frage, ob und wie die PPC und Funcinpec in Koalitionsverhandlungen eintreten werden. Vizepremier Sar Kheng warnte gestern davor, daß „in der derzeitigen Situation“ eine friedliche Machtübergabe an eine andere Partei sehr schwierig sei. Nachdem sich die Roten Khmer geweigert hatten, ihre Soldaten zu demobilisieren, behielten auch die Regierungssoldaten ihre Waffen, das sind möglicherweise mehrere hunderttausend Mann. Die Funcinpec ihrerseits hat kaum bewaffnete Kräfte.
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