Luftschläge in Syrien: Israel beantwortet Raketenangriff

Bei israelischen Angriffen auf Syrien kamen 14 Menschen ums Leben. Zuvor waren Raketen abgefangen worden, für die Israel den Iran verantwortlich machte.

Stadt in der Nacht, eine Rakete fliegt

Über Damaskus sind nachts Spuren syrischer Luftabwehrraketen zu sehen Foto: dpa

KAIRO/BEIRUT dpa | Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben am Mittwoch dutzende Ziele in Syrien angegriffen. Mindestens 14 Menschen kamen dabei ums Leben. Es habe sich um einen Vergeltungseinsatz für Raketenangriffe auf Israel am Dienstag gehandelt. „Ich habe sehr klargemacht, dass wir jedem wehtun werden, der uns wehtut“, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Die Angriffe in der Nacht hätten der iranischen Al-Kuds-Elitetruppe und dem syrischen Militär gegolten, nachdem „eine Flut von Raketen“ auf Israel abgefeuert worden sei. Zwei Zivilisten wurden syrischen Staatsmedien zufolge getötet und mehrere weitere bei Angriffen auf Damaskus verletzt. Der Syrien-Verbündete Russland bezeichnete Israels Vorgehen als falsch. Moskau habe deswegen seine Alliierten kontaktiert, zitierte Interfax Vize-Außenminister Michail Bogdanow.

Israelische Kampfjets griffen nach Angaben von Militärsprecher Awichai Adraee unter anderem Munitionslager, Militärstützpunkte und Raketenstellungen an. Nach syrischen Angaben wurden die meisten über Damaskus abgefeuerten Raketen von der Luftabwehr zerstört, bevor sie ihre Ziele treffen konnten.

Das israelische Militär teilte mit, es habe am Dienstag vier aus Syrien kommende Raketen abgefangen. Oberstleutnant Adraee machte für die Raketenangriffe auf Israel den Iran verantwortlich. Der Angriff sei der beste Beweis dafür, was der Iran wirklich in Syrien beabsichtige.

Gegen die iranische Präsenz

„Die iranische Position stellt eine Bedrohung für Israels Sicherheit, die Stabilität der Region und das syrische Regime dar“, schrieb Adraee auf Twitter. Der Iran ist neben Russland der wichtigste Verbündete der syrischen Führung, die seit mehr als acht Jahren versucht, einen Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad niederzuschlagen.

Israel will verhindern, dass der Iran eine permanente militärische Präsenz in Syrien aufbaut. Es hat deswegen nach eigenen Angaben bereits Hunderte Angriffe in Syrien geflogen. Ins Visier wurden dabei oft auch Waffenlieferungen an die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz genommen.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de