: Lürssen bekommt Vulkan-Marine
Zwischen dem Konkursverwalter und der Lürssen-Werft besteht Einigkeit: Der Marine-Anteil der Vulkan-Werft soll an die Militärtechnik-Werft gehen, die in Sichtweite der Vulkan-Docks auf der anderen Weserseite liegt. Für 300 der insgesamt ca. 1900 Vulkanesen gäbe es dann eine Perspektive nach dem Ende des Handelsschiffbaus. Voraussetzung ist jedoch, daß Lürssen eine „vollwertige Beteiligung am Konsortium“ für den Fregattenbau zugestanden wird. Diese Beteiligung, schreibt die Lürssen-Werft in ihrer Pressemitteilung, wird „derzeit“ von den Konsorten (HDW, Blohm&Voss, Thyssen/Emden) „in Frage gestellt“.
Konkursverwalter Wellensiek hatte jüngst angedeutet, das Konsortium akzeptiere die Hegemann-Gruppe nicht, weil sie auch Interesse am Handelsschiffbau habe. Bei einem Verkauf an Lürssen bestehe die Chance, wenigstens einen Teil des unsprünglichen Vulkan-Anteils am Fregatten-Programm für Bremen zu „retten“. Lürssen würde die Marineschiffbauhalle auf dem Vulkan-Gelände nutzen. taz
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen