: Lüge und Täuschung oder simple Vorverurteilung?
An den Stasi-Verstrickungen des Brandenburger Ministerpräsidenten Manfred Stolpe scheiden sich die Geister.
Unter der Überschrift „Wahrheit ist wichtiger als Wahl- und Machttaktik“ stellte sich Ende März in einem offenen Brief eine Reihe prominenter BürgerrechtlerInnen hinter den Stolpe-Kritiker und Bündnis- Politiker Günter Nooke. Die Unterzeichner, von Bärbel Bohley über Rainer Eppelmann bis hin zu Wolf Biermann, zollten dem Mitglied im Potsdamer Untersuchungsausschuß darin ihren Respekt. Nooke sei nicht nur seiner „Position treu geblieben“. Er habe überdies der „Lüge und Täuschung, die die Verquickung von Manfred Stolpe mit SED und MfS vernebeln“, widerstanden. Mitunterzeichner Jürgen Fuchs sandte diesen Brief auch an Stolpes Parteifreund Wolfgang Thierse. Er bat ihn, eine Stellungnahme zu verfassen. Im folgenden dokumentieren wir den Brief Thierses und eine Antwort von Jürgen Fuchs.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen